Skype – die Stellungnahme

Okay, das hat zu lange gedauert, aber hier ist sie.

Kurz zusammengefasst: Skype hat in der 3er Version ein neues Feature, die sogenannten Skype Extras. Das sind im Prinzip Plug-ins zu diversen Zwecken in einem Spektrum von Anrufunterdrückung, wenn eine PowerPoint Präsentation läuft, bis zu Spielen. Wenn man da momentan so durchclickt, findet man überwiegend kostenlose “Extras”. Das soll nun aber nicht so bleiben. Man möchte über diese Plattform diese kleinen Hilfsprogramme auch gerne verkaufen. Bis jetzt kein grundverkehrtes Ansinnen. Aber jetzt kommts: Damit man “Lizenzabkommen einhalten” könne, müsse man den Rechner des Kunden eindeutig identifizieren. Daher wurde dieses Hilfsprogramm eingeführt um das DRM innerhalb des “Extras Manager”s zu ermöglichen.

So, da sind wir nun also. Ich kann mich noch gut an den Aufschrei erinnern, als Prozessor- und Motherboardseriennummern eingeführt wurden und genauso gut an die Beteuerungen der Unternehmen, das man das ja nur mache, um Support besser zur ermöglichen und das niemand vorhabe diese Mauer äääh diese Daten auszulesen. Der Sündenfall ist also nun passiert.

In der Version 3.0.0.216 habe man nun dieses Auslesen hastig wieder entfernt. Das ist wohl der Grund, warum ich das nicht mehr nachvollziehen konnte. Aber lesen wir die Mitteilung genauer: Es wurde entfernt, weil es auf 64-bit Systemen Fehler verursacht und NICHT etwa weil es datenschutzrechtlich höchst bedenklich ist. Das wird gar nicht erwähnt. Ich glaube, daran merkt man wie hier gedacht wird und das find ich schon ziemlich erscheckend.

Was sind die Folgen: Die Probleme mit der 64-bit Version werden gelöst werden, da muss man sich nur mal in den Kommentaren von Myrias Blogpost umsehen. Es fehlt eigentlich nur noch der Quellcode zum Copy & Pasten. Sprich: In Zukunft bekommen wir ein Skype, welches die Rechner an denen wir es benutzen eindeutig identifiziert. Na prima. :)

Ich werde jetzt erstmal auf 3.0.0.216 bleiben in der Hoffnung, daß bei dieser wirklich nichts böses passiert. Reinschauen kann man allerdings nicht, da der Skype Client viel Aufwand betreibt, daß man nicht sehen kann, was er denn nun eigentlich tut.

(via heise)

Eine Reaktion zu “Skype – die Stellungnahme”

  1. JaNik

    Nur mal so:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/86216/

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