Microsofts größter Fehler
Das ist laut John Dvoraks der Internet Explorer. Er schreibt hier das sich Microsoft doch besser aus dem Browsermarkt zurückziehen soll und lieber Firefox oder Opera mit Windows ausliefern sollte. Und zwar zur Selbsterhaltung und handfesten betriebswirtschaftlichen Gründen. Und das ist das neue und interessante an Dvoraks Kritik. Er betreibt eben kein plattes Microsoft-Bashing. Er weißt nicht in erster Linie auf die technischen Unzulänglichkeiten des Browser hin, und die kennen wir danke vieler Autoren mittlerweile recht gut.
Da ich selbst ein klein wenig mit diesem Browser zu tun habe, kann ich das nicht unkommentiert lassen. :) Ganz ehrlich: Ich wäre sehr froh, wenn der Internet Explorer stürbe. Dennoch wage ich hier mal die These, daß sich der Browsermarkt nicht so schnell entwickelt hätte, wäre Microsoft nicht als größes böses Ziel am Horizont aufgetaucht. Wer weiß, ob es das Mozilla Projekt je gegeben hätte. Andererseits verbraten wir Webentwickler jede, jede, jede Menge Zeit mit browserspezifischen Anpassung in Code und Design. Es gibt Dinge, die kann ich schlichtweg mit dem Internet Explorer einfach nicht machen. Mein liebstes wäre es, wenn Microsoft jetzt noch den IE7 ausliefert, da noch fleißig Patches nachliefert (wird passieren… ganz sicher) und sich dann still zurückzieht. Denn dann könnte man zumindest annähernd standardkonform arbeiten.
Eine Sache jedoch bleibt, und Herr Müller wird nicht müde mich immer wieder darauf hinzuweisen: Bis so ein Release beim Kunden (und ich meine jetzt nicht den Nutzer zu Hause) ankommt dauert das… Und zwar nicht zu knapp. Den Horizont von einem IE7 auszugehen würde ich mal mindestens zwei Jahren beziffern.
(Via Spiegel Online)
Am 27. April 2006 um 10:56 Uhr
Eben… bis auf weiteres könnte man ja schon froh sein, wenn man nicht mehr über den IE 5.5 nachdenken muss – der 6er wird uns noch *lange* erhalten bleiben :(
Am 27. April 2006 um 13:59 Uhr
IE verdränge ich dauernd – aber man stoplert ja dauernd irgendwo drüber *g*