Langfristige Entwicklung

Warum ist das so schwer zu akzeptieren?
Warum immer alles gleich, spürbar und sofort?
Am Allerliebsten schon gestern?
Warum stelle ich mir diese Fragen? Nun in letzter Zeit ist mir aufgefallen, daß die Fähigkeit zu Warten, langfristig zu denken, vorrausschauend zu planen langsam verloren geht.
Da fragt mich ein Professor, ob ich mein Nebenfach in einem Semester erledigen möchte. Wozu diese Eile? Ich höre das ja nicht nur, weil ich muss, sondern vielmehr weil es mich interessiert. Warum sich dann also nicht zwei Semester Zeit nehmen und die Eindrück kontrolliert aufnehmen.
Versteht mich nicht falsch. Das ist kein Plädoyer für die Verlangsamung (Schreckliches Wort: “Entschleunigung”) der Welt. Nur brauchen die Dinge eben eine gewisse Zeit; sie verdienen sie vielmehr.

2 Reaktionen zu “Langfristige Entwicklung”

  1. Asha

    So kann man aber auch nur denken, wenn man das Ende seines Studiums in absehbare Nähe gerückt sieht… Nicht wie bei mir… Glaub mir, ich wäre für jede Beschleunigung dankbar. Natürlich hast Du irgendwie recht, aber bei mir überdeckt irgendwann der Unifrust und die ganze Situation den Spaß am Lernen. Ab wann ist es ok, zuzugeben, dass zwar das Interesse da ist, man aber eigentlich einfach keinen Nerv mehr dafür hat? ^_~

  2. Jan

    Hat deine Entdeckung der Langsamkeit (Stan Nadolny) in irgendeiner Weise mit deiner seit über einem Monat real existierenden Schreibpause zu tun?

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